Lavastein-Designboden: Was ist das genau – und passt er zu deinem Projekt?
Ein Lavastein-Designboden ist so ein Boden, in den man sich entweder sofort verliebt – oder bei dem man denkt: “Sieht stark aus… aber passt das auch wirklich zu meinem Zuhause (oder Büro)?” In diesem Beitrag bekommst du eine klare, praktische Einordnung: Was ist ein Lavasteinboden eigentlich, wie verhält er sich im Alltag, wo kann man ihn einsetzen und was bedeutet das für dich als Heimwerker.
Wichtig: Epoxywinkel verlegt keine Böden. Du bekommst bei uns die Materialien (einzeln oder als Paket), plus Beratung und passende Anleitungen, damit du dein Projekt selbst sauber umsetzen kannst.
Wenn du dir zuerst einen Überblick über die Systeme verschaffen willst: Lavastein Designböden.
Lavastein-Designboden: Was ist das genau?
Die Basis: Kunstharz + mineralischer Füllstoff (und warum “Lavastein” oft ein Begriff aus dem Marketing ist)
Im Kern ist ein Lavastein-Designboden ein Kunstharzboden. Häufig basiert das System auf einem (wasserbasierten) Epoxidharz, kombiniert mit einem mineralischen Füllstoff/Granulat. Genau dieses Mineral sorgt für den typischen, “steinigen” Charakter und die hohe Härte.
Und hier das ehrliche Detail: Der Begriff “Lavastein” ist im Markt oft eine Bezeichnung für Optik und Charakter – nicht zwingend dafür, dass im System wirklich reiner Lavastein steckt. Entscheidend ist: Du bekommst einen sehr harten, robusten Designboden mit matter, mineralischer Anmutung – wenn Untergrund und Aufbau stimmen.
Wie sieht die Lavastein-Optik aus?
Die Optik liegt nah an Betonlook/Betonspachtel – nur eben fugenlos als Gussboden. Je nach Farbton und Lichteinfall wirkt sie sehr ruhig, matt und modern. Manche Varianten wirken etwas “glatter” oder homogener, andere zeigen mehr mineralische Struktur.
Wenn du vergleichen willst: Hier findest du eine DIY-Übersicht zur Gussboden Betonoptik.
Was merkst du im Alltag: Härte, Abriebfestigkeit und Wasserbeständigkeit
Ein Lavastein-Designboden ist in der Regel sehr hart und sehr stark. Das macht ihn abriebfest und geeignet für intensiv genutzte Bereiche (Wohnbereich, Flur, Büro). Mit dem richtigen Decklackaufbau ist er außerdem gut wasserbeständig – interessant für Küche und (mit sauberer Detailausführung) fürs Bad.
Die Kehrseite der Härte: Das System ist vergleichsweise starr. Wenn sich der Untergrund später bewegt oder reißt, kann sich das nach oben abzeichnen. Nicht weil der Gussboden “einfach so” reißt – sondern weil der Untergrund reißt und der Boden diese Bewegung mitmacht.
Wo kannst du einen Lavastein-Designboden einsetzen?
Privat: fast im ganzen Haus
Im privaten Bereich funktioniert Lavastein in Wohnzimmer, Esszimmer, Schlafzimmer, Küche, Flur und Diele – im Grunde im ganzen Haus, solange der Untergrund stabil ist. Fugenlos heißt auch: weniger Schmutzfugen, leichter zu reinigen, optisch sehr ruhig.
Gewerblich: Büro, Empfang, Showroom, Halle (leicht bis mittel)
In leichten bis mittel genutzten Gewerbeflächen (Büro, Empfang, Showroom, Eingangsbereiche) ist Lavastein eine hochwertige, robuste Lösung. Für schwere Industriebelastung (z. B. Werkstatt/Magazin mit starken Punktlasten oder sehr intensivem Rollverkehr) ist das meist nicht die beste Wahl.
Passt ein Lavastein-Designboden zu deinem Projekt?
Wann das eine sehr gute Wahl ist
- Du liebst eine matte, mineralische Designoptik (deutlich anders als PVC oder ein “glatter” PU-Boden).
- Du willst einen harten, robusten Boden für intensiven Alltag.
- Dein Untergrund ist stabil (Beton, Zementestrich, Anhydrit – richtig vorbereitet).
- Du bist bereit, Zeit in Vorbereitung und mehrschichtigen Aufbau zu investieren.
Wann du besser ein anderes System wählst
Wenn dein Untergrund “arbeitet” (federt, schwingt, bewegt sich), ist Vorsicht angesagt. Besonders Holzuntergründe sind in der Praxis oft ungeeignet, weil Bewegung und Spannungen später zu Rissen im Untergrund führen können – und das zeichnet sich dann im Boden ab.
Lavastein vs. PU-Gussboden vs. Bodenbeschichtung
- Lavastein-Designboden: sehr hart, matt, mineralischer Charakter, leichte Struktur (oft etwas mehr Rutschhemmung als ganz glatte Systeme).
- PU-Gussboden: häufig elastischer/komfortabler, anderes Laufgefühl, andere Optik.
- Bodenbeschichtung: eher funktional/grundlegend, je nach System sehr praktisch – aber eine andere Kategorie als Design-Gussboden.
Mehr zur Kategorie Beschichtung: Bodenbeschichtung.
Welche Untergründe sind geeignet?
Geeignete Untergründe
Als Basis funktionieren u. a. Beton, Zementestrich und Anhydrit – vorausgesetzt, der Untergrund ist trocken, tragfähig, sauber und eben. Bewegliche Untergründe (z. B. Holz) sind für ein starres System wie Lavastein meist keine gute Idee.
Vorbereitung: eben, fest, sauber, angeschliffen
Die meisten Probleme entstehen durch mangelhafte Vorbereitung. Achte darauf, dass der Untergrund:
- eben und fest ist (keine losen Stellen, keine Hohlstellen),
- entfettet und staubfrei ist,
- angeschliffen wurde (für die Haftung),
- und mit einer passenden Grundierung gestartet wird.
Für die Auswahl passender Systeme: Epoxy Grundierung.
Wann Spachteln/Nivellieren nötig ist (z. B. bei Fliesen)
Bei starken Unebenheiten, Wellen oder einem Fliesenuntergrund solltest du vorab nivelliere/spachteln. Gerade bei Fliesen verhindert das, dass Fugen und Kanten später durchzeichnen. Die exakte Spachtelmasse richtet sich nach Untergrund und Situation – wichtig ist: am Ende brauchst du eine ruhige, ebene Basis.
DIY in der Praxis: Ablauf, Zeit und Werkzeug
Schichtaufbau und Zeitplanung
Ein praxiserprobter Aufbau besteht aus fünf Schichten:
- Grundierung
- Lavastein-Schicht 1
- Lavastein-Schicht 2
- Decklack 1
- Decklack 2
Viele Heimwerker machen eine Schicht pro Tag. Danach sollte der Boden idealerweise noch mindestens zwei Tage aushärten, bevor du ihn intensiv nutzt. Unterm Strich: plane grob eine Woche, in der der Raum nur eingeschränkt nutzbar ist.
Material, Pakete und Werkzeug
Am einfachsten ist ein Paket, weil Mengen und Aufbau direkt zusammenpassen: Gussbodenpakete.
Typische Werkzeuge: Mischeimer, Rührwerk/Mischstab (Bohrmaschine), Glättkelle/Spachtel, Rollen und Bügel für Grundierung und Decklack, Toolcleaner für die direkte Reinigung sowie persönliche Schutzausrüstung. Plane außerdem Laufwege und Arbeitsschritte – bei Gussböden ist Timing wichtig.
Aushärtung: wann ist der Boden wirklich belastbar?
“Trocken” heißt nicht automatisch “voll belastbar”. Reinige nicht zu früh nass, schiebe keine schweren Möbel und gib dem System die Zeit, die es für die Endhärte braucht.
Extra wichtig: Fußbodenheizung und Aufheizprotokoll
Warum das Aufheizprotokoll entscheidend ist
Lavastein ist hart und starr – gut für Abrieb, aber sensibel gegenüber Untergrundbewegung. Viele sichtbare “Risse” im fertigen Boden entstehen nicht, weil der Gussboden von selbst reißt, sondern weil der Estrich darunter reißt. Der Boden folgt dieser Bewegung.
Ein sauber durchgeführtes Aufheizprotokoll hilft, Spannungen im Untergrund frühzeitig abzubauen (und je nach Situation auch Restfeuchte kontrolliert auszutreiben). Wenn diese Spannungen vorher “raus” sind, sinkt das Risiko, dass später noch Risse im Untergrund entstehen, die sich nach oben abzeichnen.
Wie sieht so ein Protokoll grob aus?
Halte dich immer an die Vorgaben deines Heizungs-/Estrichlieferanten – das ist maßgeblich. In der Praxis läuft es häufig so: mit niedriger Temperatur starten, stufenweise erhöhen, eine Zeit halten und anschließend kontrolliert absenken. Wichtig ist vor allem, dass du das zeitlich vor Grundierung und Schichtaufbau einplanst.
Bad-Details: Gefälle, Ablauf und Anschlussfugen
Gefälle: Lavastein folgt dem Untergrund
Ein Vorteil im Bad: Das System wird “gespachtelt/gestrichen” und folgt dem Untergrund. Dadurch kannst du es sauber im Gefälle ausführen. Es läuft nicht einfach unkontrolliert in Richtung Ablauf, solange das Basisgefälle korrekt vorbereitet ist.
Ablauf/Drain: hier entscheidet die Detailausführung
Rund um Ablauf und Übergänge sitzt das meiste Detail. Wenn du wissen willst, welche Abläufe/Drains häufig verwendet werden: Gussboden Abfluss.
Wand-Boden-Anschluss: nach dem Aushärten sauber nachfugen
Nach dem Einbau und vollständiger Aushärtung solltest du den Wand-Boden-Anschluss im Bad am besten nochmals sauber mit geeigneter Sanitär-Dichtmasse verfugen/abdichten. Das ist oft der letzte Schritt, der das System in Nasszonen “rund” macht.
Pflege, Schutz und Reparatur
Reinigung im Alltag
Im Alltag reicht meist staubwischen bzw. ein Microfaser-Wischsystem. Sand und feiner Schmutz sind die größten “Kratzer-Verursacher” – regelmäßig entfernen lohnt sich.
Schutz gegen Kratzer und matte Laufspuren
Gute Möbelgleiter unter Stühlen und Tischen helfen enorm, die matte Optik lange schön zu halten. Vermeide Schleifen und harte Kanten direkt auf dem Boden.
Reparieren: realistisch bleiben
Punktuelle Ausbesserungen sind möglich, aber optisch nicht immer unsichtbar, weil Struktur und Nuancen schwer 1:1 zu treffen sind. Für Reparaturmaterial und passende Produkte: Epoxidreparatur.
Kosten: wovon hängt der Preis ab?
Die Kosten hängen vor allem von der Fläche (m²) und dem Zustand des Untergrunds ab. Mehr m² bedeutet oft einen besseren m²-Preis (Staffelung), während zusätzliche Vorbereitung (z. B. Nivellieren) den Aufwand erhöht. Die Materialpreise findest du jeweils bei den Produkten und Paketen.
So unterstützt dich Epoxywinkel beim DIY-Projekt
Du bekommst bei uns komplette Pakete oder Einzelprodukte, sowie Zubehör und Werkzeug. Dazu Beratung zur Untergrundbewertung, Mengenplanung und Verarbeitung – damit du die häufigsten Fehler (Untergrund, Timing, Aushärtung) vermeidest.
Typische Fehler (und wie du sie vermeidest)
- Untergrund unterschätzen: nicht eben, nicht sauber, nicht fest – führt zu Haftungsproblemen und Durchzeichnungen.
- Aufheizprotokoll auslassen: Spannungen bleiben im Estrich und können später Risse verursachen.
- Zu früh belasten: Aushärtung braucht Zeit – lieber realistisch planen als später ärgern.
Fazit: ist das dein Boden?
Ein Lavastein-Designboden ist ideal, wenn du eine matte, mineralische Optik willst und einen stabilen, harten Untergrund hast. Er ist robust und pflegeleicht, verlangt aber eine gute Vorbereitung und eine saubere Zeitplanung. Mit Fußbodenheizung ist das Aufheizprotokoll Pflicht – und im Bad sind Gefälle, Ablaufdetails und die Anschlussfugen entscheidend.
Wenn du direkt starten möchtest: Schau dir die Optionen an unter Lavastein Designböden und plane dein Projekt passend zu Fläche und Zeitfenster.




